| Gesundheitsrisiken bei der Arbeit |
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EU-Studie: Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz Im Jahr 2007 litten in Deutschland nach eigenen Angaben rund 2,4 Millionen Erwerbstätige - das sind 6,3% - unter arbeitsbedingten Gesundheitsbeschwerden. Dies ergab eine Zusatzerhebung zur EU-harmonisierten Arbeitskräfteerhebung, bei der rund 80 000 Personen (etwa 0,1% der Bevölkerung) zur gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz befragt wurden. Relevant war hierbei die Selbsteinschätzung der Befragten, nicht ein ärztlicher Befund. Männer sind demnach etwas häufiger Arbeitsbelastung und Zeitdruck ausgesetzt (12,2% bei den Männern gegenüber 10,1% bei den Frauen). Männer sind nur etwas seltener Opfer von Mobbing (0,7% im Vergleich zu 0,9% der Frauen). Viele Männer empfinden körperliche Belastungen: 13,0% der Männer (8,7% der Frauen) gaben an, körperlich belastet gewesen zu sein.
Unter den verschiedenen Berufsgruppen sind von körperlichen Belastungen erwartungsgemäß körperlich arbeitende Erwerbstätige besonders betroffen: Bei etwa jedem fünften Anlagen- und Maschinenbediener (20,9%), Handwerker (19,6%) und Beschäftigten in Landwirtschaft oder Fischerei (19,3%) wirkten sich die körperlichen Belastungen am Arbeitsplatz negativ auf die Gesundheit aus. Männer waren doppelt so häufig von Arbeitsunfällen betroffen wie Frauen. Arbeitsunfälle passieren häufiger in jungen Jahren: im Alter von unter 45 Jahren lag der Anteil bei 2,7 % der Erwerbstätigen, im Alter von 45 Jahren und mehr bei 1,8%. Das Risiko eines Arbeitsunfalls hängt stark von der ausgeübten Tätigkeit ab. Am größten ist die Gefahr bei Tätigkeiten wie "Anbauen, Gewinnen und Herstellen", die typisch für Industrie, Landwirtschaft und Bergbau sind: 5,3% der Erwerbstätigen, die schwerpunktmäßig solche Arbeiten ausführten, erlitten einen Arbeitsunfall. Erhöht war das Risiko zudem bei Tätigkeiten, die "Sichern, Bewachen oder militärische Aufgaben" zum Inhalt hatten (5,1%) bzw. bei denen Maschinen bedient (4,1%) oder Fahrzeuge geführt wurden (2,9%). Am wenigsten unfallträchtig ist das Arbeiten im Bereich "Büro, EDV, Forschen". Hier lag die Unfallrate nur bei einem Prozent. Autor: Andreas Grau - Statistisches Bundesamt (Auszüge; Quelle: Destatis, 01. September 2009) |