Nicht operabler Prostatakrebs
Prostatakrebs: Bestrahlung plus Hormone            Patienten mit nicht operablem Prostatakrebs erhalten häufig ausschließlich eine Hormontherapie, die die Testosteronfreisetzung hemmt und so das Wachstum des Tumors bremsen soll. Eine begleitende Strahlentherapie kann die Überlebenschancen der Patienten jedoch deutlich verbessern. Bei lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom, das bereits Nachbarorgane infiltriert, ist eine kurative Therapie häufig nicht möglich. Daher beschränkt sich die Behandlung meist auf die Ausschaltung von Testosteron, weil dieses das Krebswachstum fördert.  Eine skandinavische Studie zeigt, dass diese Patienten zusätzlicher Bestrahlung profitieren. Teilgenommen haben 875 Männer aus Schweden, Norwegen und Dänemark. Von den Patienten, die lediglich mit Hormonen behandelt wurden, starben 24 Prozent innerhalb von zehn Jahren an den Folgen ihres Tumors. Unter zusätzlicher Bestrahlung halbierte sich diese Mortalitätsrate. Für die begleitende Strahlentherapie sprechen auch die geringen Nebenwirkungen. Quelle: Lancet 373 (2009) 301-308; Abstract der Originalpublikation unter www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(08)61815-2/abstract