Schlanker Mann - weniger Prostatakrebs
Weniger Bauch = geringeres Risiko für Prostatakrebs                       Das Verhältnis zwischen Taillen- und Hüftumfang spielt eine entscheidende Rolle für das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Das berichtet das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) im Zusammenhang mit einer aktuellen Studie. Möglicherweise beeinflusst Bauchfett den männlichen Hormonhaushalt ungünstig, vermuten die Wissenschaftler um Heiner Boeing und Tobias Pischon (Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention Nr. 17/2008).

"Im Vergleich zu Männern mit einem Taillen-Hüftumfang-Quotienten unter 0,89 haben Männer mit einem Quotienten über 0,99 ein um 43 Prozent erhöhtes Risiko für fortgeschrittenen Prostatakrebs", berichtete das DIfE. Für ihre Studie standen den Potsdamer Wissenschaftlern die Daten von 153.457 Männern mit einem durchschnittlichen Alter von 52,8 Jahren aus der EPIC-Studie zur Verfügung (EPIC = European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition). Von den berücksichtigten knapp 130 000 Teilnehmernerkrankten im Untersuchungszeitraum von mehr als acht Jahren 2.446 Männer an Prostatakrebs.

"Wir wissen derzeit nur wenig über die kausalen Zusammenhänge", erklärt Boeing, Leiter der Abteilung Epidemiologie am DIfE. Derzeit gäbe es verschiedene Theorien. Denkbar wäre, dass das Bauchfett den männlichen Hormonhaushalt im Hinblick auf das Prostatakrebsrisiko ungünstig beeinflusst. "Neben den Geschlechtshormonen könnten aber auch andere Botenstoffe für das erhöhte Prostatakrebs-Risiko bei Männern mit erhöhtem Taillen-Hüftumfang-Quotient relevant sein", ergänzt Pischon.

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Quelle: Ärztliche Praxis