| Männerkrebs in Deutschland |
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Männer und Krebs In Deutschland erkranken und sterben Männer häufiger an Krebs als Frauen. Dies belegt die aktuelle Studie „Krebs in Deutschland“. Eine Schätzung des Robert Koch-Instituts weist für das Jahr 2004 insgesamt 436.500 Krebsneuerkrankungen in Deutschland aus (Männer 230.500, Frauen 206.000). Im selben Jahr verursachten Krebskrankheiten 208.824 Todesfälle (Männer 110.745, Frauen 98.079). Prostata, Darm und Lunge sind die häufigsten Krebslokalisationen bei Männern. Positiv: Die Überlebensaussichten für Männer mit Hodenkrebs haben sich in den letzten 25 Jahren entscheidend verbessert. Auch bei Prostatakrebs wurde die relative 5-Jahres-Überlebensrate in den letzten Jahren deutlich erhöht. Sie liegt inzwischen bei etwa 87 %. Für die Zeitspanne 1984 bis 1998 lag sie noch bei 82 % (allerdings nach einer anderen Berechnungsmethode). Die Verbesserung ist wesentlich der Vorverlagerung der Diagnose durch Früherkennung zuzuordnen. Bei der Prognose sind langsam voranschreitende von aggressiven, metastasierenden Verlaufsformen zu unterscheiden, die bei Männern in jüngeren Altersgruppen (unter 60 Jahren) relativ häufiger auftreten. Die Verbindung von männlichen Lebensstilen und Krebserkrankung wird besonders beim Magenkrebs auffällig. Magenkrebs ist die fünfthäufigste Krebserkrankung bei Männern. Die geschätzte Zahl der jährlichen Neuerkrankungen beträgt in Deutschland insgesamt ca. 18.800, davon traten nahezu 11.000 bei Männern auf. Ernährungsgewohnheiten spielen eine große Rolle. Insbesondere ein Mangel an frischem Obst und Gemüse ist ebenso von Bedeutung wie der häufige Verzehr stark gesalzener Speisen. Auch der Verzehr von stark gegrillten, gepökelten oder geräucherten Speisen scheint ein Faktor für die Entstehung von Magenkrebs zu sein. Übermäßiger Alkoholkonsum erhöht ebenfalls das Erkrankungsrisiko dadurch, dass dieser länger anhaltende Entzündungen mit Schleimhautveränderungen, wie die chronisch-atrophische Gastritis (insbesondere Typ B) oder Magengeschwüre, begünstigt. Auch Rauchen gilt als Risikofaktor. Literatur: Krebs in Deutschland 2003 – 2004. Häufigkeiten und Trends. Eine gemeinsame Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. 6. überarbeitete Auflage, 2008 Die Publikation "Krebs in Deutschland 2003-2004, Häufigkeiten und Trends" steht unter www.rki.de zum herunterladen bereit (PDF, 4317 KB) |