| HIV-Infektion und Beschneidung |
| Neue Studien haben belegt, dass die wesentliche Eintrittspforte für das HI-Virus bei Männern die Innenseite der Vorhaut ist (Inner Foreskin und Frenulum). Zwar ist eine Infektion auch über die Harnröhrenöffnung möglich, aber insgesamt geringer. Daher wird die Beschneidung des Mannes als Präventionsmaßnahme gegen eine HIV-Infektion diskutiert, da sie das Infektionsrisiko um etwa 60% senkt. Mittlerweile empfehlen sowohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als auch UNAIDS die Beschneidung als wirksames Mittel zur Eindämmung der HIV-Infektionsraten in Ländern mit vorwiegend heterosexuellen Infektionswegen, sog. Pattern II-Länder (Subsahara). "Die Empfehlungen stellen für die HIV-Prävention einen signifikanten Schritt nach vorn dar.", so Dr. Kevin De Cock, Direktor des HIV/AIDS Departments der WHO. "Länder mit einer hohen Rate heterosexueller HIV-Transmission und einem niedrigen Anteil beschnittener Männer haben nun zusätzliche Interventionsmöglichkeiten, die das Übertragungsrisiko für heterosexuelle Männer senken können." Allerdings sollte die Beschneidung von Männern immer als ein Teil einer umfassenden Präventionsstrategie gedacht werden, die Förderung von Safer Sex, Kondomen, aber auch die Behandlung von anderen sexuell übertragbaren Krankheiten einschließt. Weitere ausführliche Information: http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/6502855.stm?ls |