Deutsche Migration und Gesundheit
Nicht nur die internationale Migration, sondern auch die interregionale Migration innerhalb Deutschland wirkt sich auf die Gesundheit aus – aber vor allem in einer Richtung!

Männer, die in Deutschland von West nach Ost migrieren unterschieden sich in Bezug auf ihre psychische Beschwerden nicht von Nicht-Migranten im Westen. Dagegen sind männliche Ost-West-Migranten psychisch deutlich stärker belastet als ostdeutsche Männer.

Problematisch wirkt sich Migration auch in Bezug auf die soziale Gesundheit aus: Bei der wahrgenommenen sozialen Unterstützung erfuhren sowohl West-Ost- wie auch Ost-West-Migranten weniger soziale Unterstützung als die Nicht-Migranten; die niedrigsten Werte gaben die Ost-West-Migranten an. Offenbar wird im Osten Deutschlands einfach besser sozial unterstützt, denn männliche West-Ost-Migranten geben mehr soziale Unterstützung als westdeutsche männliche Nicht-Migranten an. (Daten aus/vgl.: AlbaniC., Blaser, G. u.a.: Innerdeutsche Migration und psychische Gesundheit. In: Aus Politik und Zeitgeschichte 2006 / APuZ 44-45/2006).