ADHS-Jungen ruhig gestellt PDF Drucken E-Mail

ADHS-Jungen werden meist medikamentös behandelt                      Die bei Jungen am häufigsten diagnostizierte psychische Krankheit ist die "Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung" (ADHS). Sie kommt bei Jungen etwa vier mal häufiger vor als bei Mädchen. Der neue ADHS-Report der Gmünder Ersatzkasse untersuchte nun Prävalenz und Behandlung von ADHS.

Die höchste Prävalenz entfällt auf Jungen im Alter von 10 bis 12 mit 6,2% und im Alter von 13 bis 15 mit 4,5%.

Bei der Behandlung werden nach dem Report Medikamente zu früh oder zum falschen Zeitpunkt eingesetzt: In fast 80% aller Behandlungen werden aus­schließ­lich Medikamente verordnet, obwohl immer wieder eine multimodale Therapie empfohlen wird (Kombi­na­tion z.B. von Ergotherapie, Psychotherapie und Arzneimitteltherapie). Daneben werden Kombi­nationen mit Ergotherapie (in etwa 15% der Fälle) und Logopädie (in etwa 3% der Fälle) angewendet. Hinweise auf Psy­chotherapien wurden nicht gefunden. Interessant ist, dass die Kombination mit Ergotherapie zwar die Be­hand­lungskosten erhöht, dass aber die Menge der Arzneimitteldosierungen im Schnitt deutlich verringert wird (z.B. bei den 13- bis 15-jährigen Jungen von 190 Tagesdosierungen auf 86 Tagesdosierungen). Quelle: GEK

 
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